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Nachhaltiger Tourismus: Impulse von den finnischen Partnern

Das transnationale LEADER-Projekt „Stronger Together for a Sustainable Tourism“ führte touristische Akteure der LEADER-Region Mëllerdall diesmal in die finnische Seenlandschaft nördlich der Stadt Tampere. Gastgeber waren die Partnerregionen Kantri und PoKo.

Bei der dritten und letzten Studienreise im Projekt standen nachhaltige Tourismuslösungen im Mittelpunkt: der Ausbau des Radtourismus, neue Serviceangebote entlang touristischer Routen sowie die Zertifizierung nachhaltiger Beherbergungsbetriebe.

Die Reise bildete den Abschluss der Exkursionen im gemeinsamen Projekt mit Partnerregionen aus Finnland und Irland. Nach dem Auftakt in Luxemburg im Frühjahr 2025 und der Reise nach Irland im Herbst 2025 standen nun die finnischen Partnerregionen im Fokus.

Mit dem Rad rund um den See

Während in Luxemburg und Irland vor allem das Wandern im Vordergrund stand, legten die finnischen Partner den Themenschwerpunkt auf den Radtourismus. Ein Radwegenetz wurde ergänzt, Lücken geschlossen und Routen ausgearbeitet. Herzstück ist eine rund 340 Kilometer lange Tour um den Näsijärvi-See, ergänzt durch acht kürzere Strecken.

Besonderes Interesse galt den Trail-Hubs. Diese Servicestationen bieten Radfahrerinnen und Radfahrern in dünn besiedelten Gebieten Orientierung, Sicherheit und Komfort durch Reparaturstationen, Radverleih, Infotafeln und kleine gastronomische Angebote. Darüber hinaus stellten die finnischen Partner neue Kooperationen vor, etwa Bike+Rail und Bike+Boot. Besonders die Verbindung von Rad und Boot bietet in einer seenreichen Region großes Potenzial und stärkt die umweltfreundliche Mobilität.

Qualitätssiegel für touristische Betriebe

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Qualität touristischer Betriebe. Mit „Sustainable Travel Finland“ verfügt Finnland über ein nationales Label für Unterkunftsbetriebe und Tourismusakteure, die auf Nachhaltigkeit setzen. In der Region sind bereits rund 70 Betriebe zertifiziert. Sie alle haben ein siebenstufiges Bewertungsverfahren durchlaufen. Die Delegation besuchte unter anderem einen zertifizierten Betrieb mit Cottage- und Glamping-Angeboten.

Die Studienreise zeigte, wie ländliche Regionen durch gut geplante Wege, verlässliche Servicepunkte, passende Partnerschaften und klare Qualitätsstandards nachhaltige Tourismusangebote stärken können. Für die Region Mëllerdall bot der Austausch wertvolle Impulse, insbesondere für die Weiterentwicklung naturnaher Angebote und die Verbindung von Mobilität, Aufenthalt und regionaler Wertschöpfung.

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