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Eine Zukunft für LEADER in Luxemburg: Vertreter der Regionen im Austausch mit Ministerin Martine Hansen

Die Präsidenten und Geschäftsführer der fünf LEADER-Regionen trafen sich gestern mit Landwirtschaftsministerin Martine Hansen im Agrarministerium. Unter dem Motto „Mënschen. Gestalten. Regiounen.“ stellten sie die Vielfalt und Wirkungskraft des Programms im ländlichen Raum vor.

Der partizipative LEADER-Ansatz hat sich seit den frühen 1990er Jahren als Instrument bewährt, um innovative Projekte zusammen mit der lokalen Bevölkerung umzusetzen. In einem gemeinsamen Video zeigten die Vertreter, wie LEADER regionale Identität stärkt und Menschen verbindet.

Fünf zentrale Botschaften richten die LEADER-Regionen an die Politik im Hinblick auf anstehende Verhandlungen zum EU-Agrarhaushalt.

  1. Ländliche Regionen sind vielfältige Lebens- und Wirtschaftsräume: Der ländliche Raum ist mehr als Landwirtschaft. Rund 40 % der Luxemburger Bevölkerung lebt dort. Die Regionen wachsen und werden gesellschaftlich immer vielfältiger. Sie  benötigen neben den sozialen Dienstleistungen auch lokale Betriebe, Handwerker, Start-Ups, Kneipen und Restaurants. Die ländlichen Orte sollen nicht bloß Schlafdörfer sein, sondern Lebensräume, die Wohnen, Arbeiten und Freizeit vereinen.
  2. LEADER steigert die Lebensqualität im ländlichen Raum: LEADER leistet mit innovativen Projekten konkrete Beiträge zu Themen wie Nahversorgung, Tourismus, Umwelt, Bildung, Integration und Mobilität – passgenau für jede Region.
  3. LEADER bedeutet Zusammenarbeit über Sektorengrenzen hinweg: Ob Landwirte, Kulturschaffende, Gemeinden, Umweltakteure oder engagierte Bürger, sie alle gestalten gemeinsam ihre Region. LEADER vernetzt 193 Partner aus den öffentlichen und privatem Sektor in einem starken, multidisziplinären Netzwerk.
  4. LEADER bringt Wissen und Kompetenzen in die Regionen: Projekte fördern nicht nur die Umsetzung guter Ideen, sondern auch Austausch, Qualifikation und regionale Lernprozesse. Die LEADER-Büros begleiten Akteure professionell und stärken damit die Eigenständigkeit der Regionen.
  5. LEADER erzielt mit kleinem Budget große Wirkung:  Jeder Euro staatlicher Förderung löst drei Euro an Investition in den Regionen aus. EU, Staat und Mitgliedsgemeinden teilen sich die Finanzierung. Mit einem vergleichsweise kleinen Gesamtbudget (zwischen 3,3 bis 4 Millionen pro Region) werden in einer Förderperiode rund 150 Projekte, 10 feste Stellen sowie zusätzliche temporäre Projektstellen in den fünf Regionen finanziert – eine beeindruckende Hebelwirkung.

Zum Abschluss überreichten die Vertreter symbolisch ein Puzzle mit den LEADER-Regionen an die Ministerin – als Zeichen für den gemeinsamen Gestaltungswillen für den ländlichen Raum.

 

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